Crowdfunding Österreich – eine Erfolgsgeschichte?

Crowdfunding Österreich - eine ErfolgsgeschichteDas österreichische Crowdfunding nimmt rasant Fahrt auf und ist vom aktuellen Investmentmarkt nicht mehr weg zu denken. Kein Wunder bei den derzeitigen und wahrscheinlich noch länger anhaltenden Niedrigzinsen.

Das seit September 2015 bestehende Alternativfinanzierungsgesetz wirkt sich weiterhin positiv auf das Geschäft österreichischer Plattformen aus. Die Grenze für die verpflichtende Erstellung eines umfangreichen Kapitalmarktprospekts im Rahmen von Crowdfunding wurde mit dem Alternativfinanzierungsgesetz von 250.000 auf fünf Mio. Euro angehoben. Ab 100.000 Euro und bis zu einem öffentlichen Emissionsvolumen von 1,5 Millionen Euro ist ein einfaches Informationsblatt zu erstellen. Ab 1,5 Millionen und bis zu fünf Mio. Euro ist ein vereinfachter Prospekt zu erstellen.

Im ersten Halbjahr 2016 sammelten Anbieter mehr als 13,5 Millionen Euro ein – ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zum gesamten Vorjahr. Einzelne Plattformen bieten bereits bis zu über 30 Projekte an. Insgesamt sind zur Zeit rund 25,3 Millionen Euro über ca. 100 Projekte investiert.

Bunte Crowdfunding Plattform-Landschaft

In Österreich sind zur Zeit zehn Plattformbetreiber tätig. Das positive dabei, alle haben sich kürzlich zu den erarbeitetenden Standes- und Ausübungsregeln verpflichtet. Ein Gütesiegel für Crowdinvesting Projekte.

Die Grundidee dahinter: nicht nur eine Person investiert eine große Summe Geld in ein Projekt, sondern viele Personen investieren kleinere Beträge. Somit können beim Crowdfunding erstmals auch Normalverdiener als Investoren an Zukunftsprojekten teilnehmen.

Crowdfunding Plattformen

Crowdfunding – Soziale Gedanken?

Ein Beispiel für ein aktuelles Projekt:

Ein steirischer Bergbahnen- und Pistenbetreiber sucht für eine neue Beschneiungsanlage finanzielle Unterstützung von der ” CROWD”. Die Beteiligten sollen ein Viertel des Millionenprojekts stemmen.

Das besondere an dem Projekt, es geht um “Schnee”um die Finanzierung einer Beschneiungsanlage auf dem Loser im Ausseerland. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt vier Millionen Euro. Eine Million wollen die Loser Bergbahnen über die Crowd einsammeln, den Rest des Kapitals bringt der Betreiber und das Land Steiermark auf.

Bei diesem Projekt sprechen wir von einer “Reward-based Crowdfunding” Kampagne, bei der Investoren keine finanzielle Gegenleistung, sondern ein Dankeschön erhalten. Die Bergbahnen vergeben ” Schneekristalle” in verschiedenen Farben. Je nach Investitionsbeitrag erhalten die Unterstützer neben einer Danksagung Gutscheine für die Nutzung der Loser Bergbahnen.

mehr über das Projekt


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