Kreditvergabe – Gibt es zu viel Regulation?

Kreditvergabe - Gibt es zu viel Regulation?

Für viele Unternehmer stellt sich aktuell die Frage, ob es noch stärker rigorose Richtlinien bei der Kreditvergabe geben wird?

Da Banken zur Zeit zwar günstige Kredite vergeben, dafür aber im Gegenzug persönliche Garantien, Sicherheiten und unzählige Dokumente verlangen wird es sicherlich nicht einfacher.

Woran liegt es, dass nicht investiert wird? Gibt es zu viel Regulation?

Dies liegt sicherlich auch am nicht vorhandenen Vertrauen in die Zukunft. In der Vergangenheit wurden risikoreiche Kredite in Fremdwährungen vergeben, um zum Beispiel Hotels und Skianlagen damit zu finanzieren.
Diese hätten eigentlich mit Eigenkapital finanziert werden sollen. Einige sind Pleite gegangen. Andere haben sich gegen ausländische Konkurrenz aus Deutschland, Italien und der Schweiz durchgesetzt und damit in verschiedenen Regionen zu Wohlstand verholfen. Es wäre schön, wenn es wieder Banken gäbe, die Geld an Unternehmer mit den Worten:” Er hat zwar nicht übermäßig Eigenkapital, aber ich vertraue ihm, ich glaube er ist ein guter Geschäftsmann ” geben würden.

Ist die Sorge der Europäischen Zentralbank berechtigt? Haben sich alle Banken übernommen?

Einige Banken haben sich ordentlich übernommen. Dazu gehört nicht nur die Hypo Alpe Adria oder die Volksbank, auch die Erste Bank steckte in großen Schwierigkeiten. Die Probleme der Erste Bank hatten mit der Finanzkrise sehr wenig zu tun. Im wesentlichen gab es schlechte ” faule ” Kredite und zu teure Einkäufe. Bei schnellem Wachstum entstehen recht schnell Fehler. Fazit: Österreichische Banken haben den Steuerzahlern viel Geld gekostet. Die aktuelle Regulation ist eine Folge davon.

Als Regulierer hemmt die EZB die Kreditvergabe, als Zentralbank betreibt sie eine Nullzinspolitik, um Investitionen anzukurbeln.

Für viele verkennt die EZB das eigentliche Problem. Es wäre wichtig, dass Kredite in der Form zu bekommen sind, wie diese tatsächlich gebraucht werden. Die Nullzinspolitik schafft keine zusätzlichen Investitionen. Mit risikoarmen Einlagen bei Banken ist zur Zeit kein Geld zu verdienen. Wenn Menschen die Möglichkeit genommen wird mit Spareinlagen einen positiven Ertrag zu erzielen, kann es zur Zerstörung der wichtigen Mittelklasse kommen. Nebst einem deprimierenden Effekt für Sparer, wäre Altersarmut eine der negativen Folgen.


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