Seit etwa zwei Jahren hat der Mindestkurs vom Franken zum Euro Bestand.

Wie lange wird es den Euro Franken Mindestkurs noch geben?

Laut einer aktuellen Studie der Credit Suisse sind die Gründe, die die Schweizerische Nationalbank (SNB) vor fast genau zwei Jahren zur Festsetzung eines Franken-Mindestkurses zum Euro veranlasst hat (Überbewertung des Frankens sowie Rezessions- und Deflationsgefahren), nicht mehr gegeben. Die CS-Ökonomen empfehlen der SNB daher über mögliche Ausstiegs-Strategien nachzudenken, berichtet die Neue Luzerner Zeitung.

Zwei mögliche Ausstiegsszenarien

Für die Credit-Suisse-Experten gibt es zwei mögliche Szenarien für einen Ausstieg der eidgenössischen Nationalbank aus der Untergrenze. Im positiven Fall würde sich die Wirtschaft in der Eurozone deutlich erholen und die Schweiz würde ihre Funktion als sicherer Hafen verlieren. “Die SNB könnte in diesem Fall die Untergrenze ohne Probleme aufheben”, meint Oliver Adler, Leiter der CS-Finanzanalyse.

Im schlechteren Szenario steige die Inflationsgefahr und der Aufwertungsdruck auf den Franken. “Die SNB müsste dann wohl eine kontrollierte Aufwertung des Frankens tolerieren, zum Beispiel durch die Senkung des Mindestkurses unter die Marke von 1,20”, so Adler. Allerdings wäre eine vollständige Aufhebung der Untergrenze in diesem Fall wegen der Nebenwirkungen sehr unwahrscheinlich. Der Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken werde nach Einschätzung der CS-Ökonomen wohl bis mindestens Ende 2014 bestehen bleiben.

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